Männer, wir müssen reden. Und handeln.

Gegen patriarchale Gewalt hilft kein Wegschauen. Schluss mit Schulterzucken und Schweigen. Ob ein blöder Spruch am Stammtisch, das Übergehen von Grenzen im Bekanntenkreis oder Gewalt in ihrer schwersten Form: Männergewalt ist Alltag. Weil wir als Männer Teil des strukturellen Problems sind, müssen wir auch Teil der Lösung sein. Es ist nicht die Aufgabe der betroffenen Personen, den Kampf gegen Gewaltstrukturen allein zu führen oder uns aufzuklären. Wir machen unsere Hausaufgaben selbst, schauen im eigenen Umfeld hin und sorgen für ein aufrichtiges Miteinander.

Wer wir sind

Take Part not space ist eine Initiative vielseitiger Männer aus Kultur, Sport, Wissenschaft und Gesellschaft. Wir organisieren uns, um patriachale Muster kritisch zu hinterfragen, feministische Forderungen aktiv zu unterstützen und andere Männer für eine gerechte und gewaltfreie Gesellschaft zu gewinnen.

Unsere Motivation

Geschlechtsspezifische Gewalt, Abwertung und Hass gegen Frauen sowie queeren Menschen nehmen seit Jahren spürbar zu. Gleichzeitig heizt eine antifeministische Männerbewegung (Manosphere) diese Entwicklungen noch weiter an: Anstatt Probleme zu lösen, nutzen bestimmte Gruppen solche Ideologien gezielt aus, um Menschen gegeneinander auszuspielen.

Gleichberechtigung ist Männersache

Seit Jahrzehnten kämpfen betroffene Personen überwiegend allein gegen patriarchale Strukturen und Gewalt. Es darf nicht ihre Aufgabe sein, das Problem zu lösen, das wir Männer verursachen. Ein sicheres Miteinander entsteht erst dann, wenn wir nicht mehr nur zusehen, sondern selbst aktiv werden und Verantwortung übernehmen.

Unsere Überzeugungen

Vier Prinzipien, die unser Handeln und unsere Initiativen leiten.

Selbstreflexion statt Selbstgerechtigkeit

Wir hinterfragen eigene Verhaltensmuster, Privilegien und Rollenbilder kritisch.

Verantwortung im Alltag übernehmen

Wir schauen hin, wenn Grenzen überschritten werden, und schreiten bei Sprüchen oder Übergriffen ein.

Austausch und gegenseitiger Rückhalt

Überlastung und Druck führen oft zu Aggression. Wir ermutigen zu ehrlichen Gesprächen über mentale Gesundheit.

Solidarität ohne Vereinnahmung

Wir stehen an der Seite feministischer Bündnisse, hören zu und unterstützen dort, wo wir gebraucht werden.

Unterstützung und Hilfe bei Gewalt

Verantwortung übernehmen heißt auch, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Egal ob du selbst von Gewalt betroffen bist, eine person kennst oder merkst, dass du in deinem Umfeld zu Aggression, Kontrolle oder Übergriffen neigst: Es gibt kostenlose und vertrauliche Anlaufstellen für Gewaltprävention, Anti-Gewalt-Trainings und Männerberatung.